IG-Hasenberg e.V. - Remscheid-Lennep

Nahversorgung auf dem Hasenberg

Die Hasenberger Filiale der Bäckerei Evertzberg ist am 31.01.2018 geschlossen worden.
Den Anwohnern bleiben seitdem vor Ort nur noch mobile Lieferdienste und das neue Angebot von "Lotto Carsen": Frische Brötchen der Fa. Beckmann und frische Eier. Brot und andere Waren von Beckmann können gegen Vorkasse bestellt werden.
Aus Sicht der IG-Hasenberg wird von Stadtverwaltung und Landesregierung deutlich zu wenig gegen den Rückzug der Nahversorgung aus den Quartieren in Randlage getan.
Wir finden, dass endlich bessere Randbedingungen geschaffen werden müssen, damit in den Außenbezirken wieder kleine Läden überleben können.
Die Konzentration von z.B. 4.500 m² Nahversorgungsüberangebot am Rande der Lenneper Altstadt wirkt in die falsche Richtung und geht insbesondere an den Bedürfnissen älterer Menschen vorbei.
Die Zentren müssen durch kleine Läden in den Quartieren ergänzt werden.

Zu den Bedürfnissen älterer Menschen wird viel geforscht und die Masterpläne der Landesregierung (MGEPA) beschreiben die Situation und die notwendigen Maßnahmen sehr treffend. Aber auf die Worte folgen keine Taten.

Wir fordern, die Arbeitskraft der lokalen Planer nicht nur für die Unterstützung von Prestigeprojekten einzusetzen. Aktuell wird alles auf den den Bau von 20.000 m² Nobelshops im neuen DOC fokussiert. Es wird ein Einkaufsparadieses für Menschen aus bis zu 200 km Radius Umfeld geschaffen und die Versorgung eines großen Teils der der Bürger vor Ort vernachlässigt.

Der IG-Hasenberg wurde immer wieder nahegelegt, eine Selbstversorgung durch "Bürgerschaftliches Engagement" zu etablieren. Die eingehende Analyse des BEROMA-Ladens in Solingen hat uns gezeigt, dass diese Lösung leider unsere Kräfte und Möglichkeiten übersteigt. Zudem sind dafür in Remscheid einige wesentliche Voraussetzungen hierfür nicht gegeben.

Wir sind weiter mit der Stadt und der GEWAG im Gespräch.
Insgesamt beurteilen wir aber die Aussichten, im Bereich Nahversorgung etwas für die grundlegenden Anwohnerbedürfnisse auf dem Hasenberg bewirken zu können, als äußerst gering.

Zusammenfassung:

  1. Die von einem kleinen Laden maximal tragbare Ladenmiete ist schwer zu realisieren
  2. Nach 4 Jahren Leerstand  ist ein Neuanfang äußert schwer und ein langfristiger Mietvertrag nicht tragbar
  3. Größere Firmen haben keinerlei Interesse an kleinen Läden (300m²) in  Randlagen wie Hasenberg
  4. Soziale Organisationen konnten nicht als Betreiber gewonnen werden 
  5. Ein Interessent für das neuartige DORV-Konzept konnte bisher nicht
    gefunden werden; die Besonderheiten und Vorteile des DORV-Konzepts
    sind den Interessenten schwer zu vermitteln; der mögliche Ladenumsatz wurde im DORV-Gutachten auf mindestens ca. 960.000 € geschätzt;
    damit wäre der Laden lebensfähig, hätte aber keine großen Reserven 
  6. Die Wettbewerbssituation im Umfeld ist inzwischen erdrückend geworden;  es gibt 6 große Läden in ca. 1,5 ... 2 km Entfernung
  7. Die Kundenbindung an Läden im Wohnquartier ist allgemein loser
    geworden als früher ... selbst einzelne Bewohner der Seniorenwohnanlage sagen, dass sie da einkaufen wo es gerade lukrativ erscheint ... jüngere Anwohnerkaufen überwiegend irgendwo auf dem Weg von oder zur
    Arbeit ein. Die Flut von Werbung, Sonderaktionen, Payback etc. setzt überzogenen Anreize, die kleine Anbieter nicht bieten können.
  8. Die Remscheider Stadtplaner haben bisher wenig Zeit und wenig Handhabe, das Überleben kleiner Läden in Randlage zu fördern

Eine solide Nahversorgung in fußläufiger Entfernung
ist ein sehr wichtiger Baustein der Lebensqualität.

Von den 1.931 Haushalten auf dem Hasenberg haben sich 561 an der Befragung beteiligt (29%).Die Überwiegende Mehrheit (72%) hat sich für einen Laden nach dem DORV-Konzept ausgesprochen.

65% haben die Berteitschaft geäußert, in dem neuen Laden einzukaufen.

Aus der Befragung und den Voruntersuchungen ergibt sich, dass auf dem Hasenberg ein DORV-Zentrum wirtschaftlich betrieben werden kann.

Eine Zusammenfassung der "DORV-Machbarkeitsstudie" finden Sie auf dieser Homepage im Kapitel >Nahversorgung

Die Presseartikel vom 12.01.2017 finden Sie unter folgenden LINKS:

RGA: http://www.rga.de/lokales/remscheid/hasenberg-sucht-neuen-einzelhaendler-7210519.html

BMP: http://www.rp-online.de/nrw/staedte/remscheid/hasenberger-wuenschen-sich-dorv-laden-aid-1.6528263

Lüttringhauser Anzeiger 2/2017 - Seite 6: Download

Was uns Mut macht:
In Remscheid gibt es in zwischen 3 Stadtteilläden der Art wie der frühere Frischmarkt auf dem Hasenberg:

- Frischmarkt Remscheid-Süd (Baisieperstr. 18 / Obodzinski)
- Naschmarkt Hackenberg (Hans-Potyka-Str. 2 / Chapurin)
- Lenaver Frischmarkt Fichtenhöhe (Sedanstr. 33 / Rüggeberg) NEU SEIT 06-2016

Wir haben mit dem Lieferanten der Frischmärkte (LÜNING) Kontakt aufgenommen:

http://www.luening.de/grosshandel/selbststaendiger-einzelhandel/


Die Fragebögen der Anwohnergefragung sind von der Firma DORV ausgewertet worden. Darauf basierend ist ein

"Machbarkeitsgutachten" für ein DORV-Zentrum auf dem Hasenberg
erstellt worden:

  1. Meinung der Anwohner zu einem multifunktionalen
    DORV-Zentrum

     
  2. Waren- und Dienstleistungsangebote welche die Anwohner sich für ein DORV-Zentrum wünschen
     
  3. Chancen für den wirtschaftlichen Betrieb eines DORV-Zentrums 
    auf dem Hasenberg

Zusammenfassungen der Ergebnisse des Gutachtens können Sie hier herunterladen:
1) Präsentation zum DORV-Machbarkeitsgutachten (PDF)

2) Zusammenfassung der Gutachten - 1 Seite (PDF)

3) Warum sich ein neuer Laden auf dem Hasenberg lohnen wird (PDF)


Wir arbeiten jetzt an Lösungen für die Knackpunkte:

  1. Wen können wir als Betreiber für ein DORV-Zentrum gewinnen?

  2. Könnte ein "CAP-Markt" eine Alternative zum DORV-Zentrum sein?

  3. Gibt es eventuelle noch weitere Modelle für den Laden?


Informationen zu den multifunktionalen DORV / quartVier-Zentren:

http://www.quartvier.de/

Informationen zum Thema DORV:
DORV-Laden-Planung (PDF)


Weitere Informationsblätter ...

Etwa 130 Anwohner des Hasenbergs sind am Mi. 07.06.16 der an 2.000 Haushalte verteilten Einladung der IG-Hasenberg gefolgt. Die Pausenhalle der GGS Hasenberg war gut gefüllt.
Heinz Frey (DORV) erklärte als erstes sehr anschaulich und mit vielen Beispielen das Konzept der multifunktionalen Läden nach dem DORV-Konzept.
Danach stellte er das positive Ergebnis der von der GEWAG in Auftrag gegebenen ersten DORV-Untersuchung vor. Danach könnte ein Laden nach dem DORV-Konzept auf dem Hasenberg wirtschaftlich betrieben werden, wenn die Anwohner dort ca. 15% ihrer Nahrungs- und Genussmittel einkaufen.
Ob, und unter welchen Randbedingungen sie dazu bereit sind, das soll in einer Anwohnerbefragung geklärt werden. Darin soll auch gefragt werden, welches Sortiment und welche Dienstleistungen sich die Anwohner w�nschen. Abschließend wurden ca.
30 freiwillige Helfer für die Durchführung der Befragung gesucht. Einige haben sich spontan gemeldet, aber viele Rückmeldungen stehen noch aus.
Die Freiwilligen werden am 14.06.16 Uhr im BBZ-Hasenberg von Heinz Frey mit dem Fragebogen und der Vorgehensweise beim Befragen vertraut gemacht.

Die Befragung soll dann in den folgenden 2 Wochen bis zum 17.07.2016 durchgeführt werden.
Sie erfolgt nach dem Prinzip Nachbarn fragen Nachbarn.
Die Auswertung der Fragebögen ist ab Mitte Juli eingeplant.
Heinz Frey betonte mehrfach, dass der Weg zu einem neuen Laden auf dem Hasenberg nur erfolgreich sein kann, wenn die Mehrzahl der Anwohner sich aktiv in die Gestaltung und die Nutzung des Ladens einbringt.
Heinz Boden (IGH) fügte hinzu, dass alle Bemühungen um einen Nachfolger für Weiterführung des früheren Ladens von der IGH als gescheitert angesehen werden. Die einzige Chance böte ein neuartiges Ladenkonzept, wie z.B. das DORV-Konzept.


Hasenberger HISTORIE zum Thema Nahversorgung

Projekt "Inklusive Quartiersentwicklung Hasenberg"

 > Link zur Presse-Info über das Projekt "Inklusion - Aktion Mensch"

Gespräch der Organisatoren (AHH / GEWAG / NSG) mit interessierten Bewohnern auf dem Hasenberg: Sa. 25.01.2014 / Ehemaliger Frischemarkt

 Wunschliste der Teilnemer:
>
LINK Download der Liste


Stadtsparkasse hat die Filiale Hasenberg geschlossen

Obwohl 533 Hasenberger per Unterschrift für den Erhalt einer verkleinerten Filiale auf dem Hasenberg gestimmt haben, hat die Stadtsparkasse die Filale im Juni 2014 geschlossen. Die Hasenberger müssen seit dem mit der Selbstbedienung an Automaten vorlieb nehmen. 


Frischemarkt TEUBER seit dem 29.06.2013
endgültig geschlossen

Die IG-Hasenberg hat Herrn Teuber mit Dank und Anerkennung verabschiedet. Damit ist eine weitere, wichtige Einkaufsmöglichkeit auf dem Hasenberg weggefallen und die Lebensqualität für alte Menschen stark beeinträchtigt. GEWAG, SPD und IG-Hasenberg suchen gemeinsam nach einer Lösung.
Die IG-Hasenberg hält zeitgemäße bauliche Verbesserungen für eine unabdingbare Voraussetzung
. Es müssen von der GEWAG verbindliche Konzepte und Zusagen zur Verbesserung von Ladenfläche, Anlieferzugang, Barrierefreiheit und Parkmöglichkeiten gemacht werden, um Interessenten zu gewinnen.


 

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